Die Zusammenhänge des Lebens in surrealen Welten

Von Carmen Wagner

Morgen eröffnet die Galerie Kulturwohnzimmer in der Maxstraße

Ludwigsburger Kreiszeitung 5.Oktober 2006

 

 

 

 

...Werke des Ludwigsburger Künstlers Alexander Christoph Sterzel bieten den Auftakt zu einem viel versprechenden Projekt.

Sterzels Collagetechnik wirkt unheimlich und grotesk. Durch Übermalung und Montage von Fotografien, Gedichtfragmenten anatomischen Zeichnungen und Röntgenaufnahmen schafft Sterzel surreal anmutende Welten.

In dem kleinen Ausstellungsraum erzeugen die 70 kleinformatigen Exponate des Künstlers fast ein Gefühl der Beklemmung.

 Von allen Seiten starren den Betrachter Augen von längst verstorbenen Menschen an und erinnern an Bildgalerien in alten Schlössern.

 Sterzel interessiert das unausgesprochene, das geheimnisvolle der alten Fotografien. Er seziert, übermalt und legt wieder frei. Das Ergebnis ist grotesk befremdend und wirkt manchmal auch schockierend und grausam.

 Bandagierte Köpfe, verletzte Soldaten, Skelettteile, religiöse Versatzstücke.

Es sind die Zusammenhänge des Lebens, die Sterzel interessieren. Darstellen lassen die sich aber nur durch Fragmente und Bruchstücke eines Augenblicks.

„Der Mensch ist ein Geheimnis. Ich beschäftige mich mit diesem Geheimnis, denn ich will ein Mensch sein“.

Alexander Sterzel hat sich bei seiner Suche nach den Zusammenhängen des Lebens von Dostojewskij inspirieren lassen.

Die Serie „Zzwischenwelten“ ist das Ergebnis dieser künstlerischen Verarbeitung. Die bizarren Bilder des Ludwigsburger Künstlers provozieren eine Reaktion und genau dafür ist Platz in der neuen Galerie „Kulturwohnzimmer“.

Hier soll kein Ort der andächtigen Ruhe sein, sondern Raum für eine lebendige Auseinandersetzung mit ungewöhnlichen Werken.

 

 

 

 

 

Im Kulturwohnzimmer entsteht neue Kultur

(Kathrin Haasis, Stuttgarter Zeitung, 17.10.2006) 

 

....noch bis zum 27.Oktober läuft dort die Ausstellung von Alexander Christoph Sterzel aus Ludwigsburg. "Zwischenwelten" titulierte er seine Arbeiten, die Grenze zwischen Leben und Tod ist sein Thema: Fotografien von längst verstorbenen Menschen hat er unter anderem mit Tusche Übermalt, um den Toten eine zweite Geschichte einzuhauchen...